Ein gesundes Haus sollte man auch "gesund" einrichten und pflegen.

 

Die Bedeutung von Innenausbau & Einrichtung


Wenn Sie die genannten Anregungen einmal überlegen und sich in diese Richtung orientieren - und zwar ohne Übertreibung und Angst - dann können Sie auch an all die anderen Dinge denken, die Sie vielleicht schon eher für logisch halten.

Dann erst hat es wirklich Sinn, auch in Sport, gesundes Lebensweisen, biologische Nahrung etc. zu investieren, weil Ihre Bemühungen nicht durch ein ungesundes Lebensumfeld ad absurdum geführt werden.

 

Innenausbau & Einrichtung sind nach der Fertigstellung oftmals vernachlässigte aber äußerst wichtige Komponenten für ein gesundes Lebens- und Arbeitsumfeld.

Leicht können sich die Nutzer selbst in eine ungesunde Situation bringen, weil sie einfach zu wenig informiert sind oder wurden.

Daher machen wir hier auf ein paar wichtige Punkte aufmerksam:

    1. Augen auf beim Kauf von Ausstattung und Möbeln, Teppichen und Heimtextilien etc..
    2. Vermeiden Sie selbst erzeugten Elektro-Smog durch falsche Gerätenutzung Festnetz-Internet anstatt WLAN. 
    3. Sorgen Sie selbst für möglichst wenig bzw. in der Nacht für KEINE Belastung (Wenn schon WLAN, dann in der Nacht ausschalten, Handys aus etc.)..
    4. Verwenden Sie für Holzpflege biologische Mittel (Böden, Möbel, Terrassenböden etc.) unter Beachtung der Verarbeitungstipps.
    5. Verwenden Sie biologische Farben für Holz und Wände.
    6. Achten Sie auf biologische Putz- und Pflegemittel.
    7. Übertreiben Sie es nicht mit der vermeintlichen Sauberkeit durch überzogenen Einsatz von Chemiebomben (Desinfektionsmittel) und recherchieren sie im Netz. Anerkannte Experten raten in fundierten Dokus davon ab und erklären warum.
    8. Schaffen Sie sich wirklich gute Schlafsysteme (Bett, Unterbau und Matratzen) an. Es gibt viel mehr Anbieter von guten Produkten, als SIE durch die Werbung kennenlernen können.
    9. Kaufen Sie NIE BILLIG, sondern preiswert.

    10. Investieren Sie in Qualität. Diese kann sich auf Ihr Wohlbefinden positiv auswirken. Im schlimmsten Fall schaden Sie sogar Ihrer Gesundheit durch schlechte Billig-Produkte.

Helmut Kolaric, Gründer der BBM Graz

 

Alle paar Jahre wieder schreibe ich die Fixpunkte, die zum „gesunden Wohnen“ führen, zusammen. Diese Ausführungen sind nur ein kleiner Abriss aus einer Beratung, die ein geprüfter, fachkundiger Bauberater aus unserem Netzwerk abgeben kann.

Wie erreiche ich einen behaglichen, gesunden Wohn-, Schlaf- oder Aufenthaltsraum?

  • Temperatur: Außenwände die an den Rauminnenseiten um 4°C kühler sind als die Raumtemperatur, fühlen sich kalt an und es kommt zu Zugerscheinungen. Der Körper verliert Wärme an die kalte Wand.
  • Alternative: Außenwände mit natürlichen Dämmstoffen dämmen oder fallweise eine ökologische Innendämmung anbringen. Bei Neubauten mit massiven Wänden, die bis zu 50cm dick sein können, reichen Dickputze innen und außen, um eine behagliche Innenwandtemperatur zu erreichen. Der Fenstereinbau mir einem U-Wert von 0,55W/m²K sollen in Größe und Himmelsrichtung angepasst sein. Kleine Fenster im Norden und Osten, größere Fensterflächen im Süden und Westen. Dabei ist auf die Beschattung während der heißen Sommertagen Rücksicht zu nehmen.
  • Innenraum: Merksatz: fünf Sechstel der Oberflächen sollen diffusionsoffen sein!
  • Luftqualität: pro Person sollen 25m³ Raumluft pro Stunde ausgetauscht werden. Beispiel: ein Schlafraum mit 20m², 2,5m hoch = 50m³. Bei einer Bewohnung von 2 Personen muss nach einer Stunde frischer Sauerstoff zugeführt werden. Fazit: eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ist für jeden Schlafraum zu empfehlen.
  • Wände: bei einer noch so massiven Wand, wird die Qualität erst durch den Innenausbau deklariert. Holz, naturbelassen, gelaugt, geseift, geölt oder gewachst, erzeugt diffusionsoffene Flächen. Putze: Lehm, Kalk-oder Kalk-Gipsputze sollen mit Naturfarben wie Kalk- Silikat- oder Naturharzfarben gemalt werden. Die antistatische Oberfläche hat eine wesentlich längere Standzeit und garantiert keine schädlichen Ausgasungen.
  • Böden: Bodenbeläge, die fix mit einem Estrich verklebt sind, können die Bewohner nicht entlasten, sondern belasten  auf mehreren Ebenen. Venenschmerzen und Rückenschmerzen sind oft die Langzeitprobleme. Die Lösung sind schwimmende Fertigparkette oder auf Polsterhölzern gelagerte Massivholzböden. Wenn diese Oberflächen geölt und gewachst oder gelaugt und geseift werden, sind sie fußwarm und behaglich. Auch die Reinigung und Sanierung ist problemlos möglich.
  • Möbel & Textilien: Bei der Einrichtung ist auf die Qualität der Materialien besonders zu achten. Ausgasungen aus Spanplatten, Klebern und Textilien, beinträchtigen die Luftqualität und führen oft zu empfindlichen Befindlichkeitsstörungen. Auch bei der Wahl der Farbe an den Wänden und Textilien, sollte auf eine harmonische Zusammenstellung geachtet werden.

Das Zusammenwirken aus Bausubstanz, Raumwärme, Luftqualität und Einrichtung, ergibt unter Bedachtnahme der optimalen Proportionen, das „gesunde Haus“!

Karl Kukovetz, Mitbegründer BBM Graz


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